Bundesligafinale Binz

Moin Moin­čĹő­čĆ┐ Wie man im Norden zu sagen pflegt­čśë. Willkommen zur├╝ck zum vorletzten und geilsten Saisonbericht diesen Jahres.
Na ja ÔÇô vielleicht sieht der Leser das am Ende anders, aber es war auf jeden Fall das bisher interessanteste Rennen! Die 1. Bitburger 0,0% Triathlon Bundesliga kam an diesem Wochenende im doch recht flachen Norddeutschland zu ihrem H├Âhepunkt. Genauer gesagt in Binz auf R├╝gen, einem sehr teuren Pflaster an der wundersch├Ânen, zu diesem Termin aber quallenverseuchten Ostsee. Diese Viecher sind ja sowas von schleimig und extrem nervig beim Schwimmen ... aber die Natur ist ├╝berall und meine Abneigung gegen├╝ber diesem Getier ist eine andere Geschichte.
Kommen wir zum Tag vor dem Wettkampf: Teamleiter Paul V├Âlker sprengt den Altersdurchschnitt in der letzten von Showmann Reiner Jung­čśé geleiteten Teamleitersitzung. Richtig businessm├Ą├čig ohne jegliche Unterlagen reingegangen und trotzdem mit dem Wichtigsten, den Tickets f├╝r die After Race Party, rausgegangen. Klar fragt man sich warum ausgerechnet ich als Teamleiter vertreten war und das ist auch berechtigt so. Ich war nicht zusammen mit meinem Team, sondern schon fr├╝her angereist und der Teamleiter hatte es nicht rechtzeitig zur Sitzung geschafft. Deshalb musste ich einspringen. Dabei erfuhr ich auch noch, dass ich das Team mit der Startnummer 61 am Samstag beim gro├čen abschlie├čenden Finale "anf├╝hren" durfte.
Am Samstag ging es dann glücklicherweise erst um 16 Uhr los, sodass ausreichend Schlaf drin lag und auch die Streckenbesichtigung der Radstrecke nicht zu kurz kam. 
Binz bietet meiner Meinung nach die geilste Radstrecke der Bundesliga­čśŹ: einen richtigen Rundkurs. Einen Kurs, der nicht nur aus Wendepunkten besteht und dann auch noch technisch anspruchsvoll ist. Vielleicht seid ihr ├╝berrascht, wenn ich euch jetzt auch noch berichten muss, dass ein 11% steiler H├╝gel ├╝berwunden werden musste. Die Insel R├╝gen liegt zwar im generell flachen Norddeutschland, hat aber dennoch ihre H├Âhen. Und dieser H├╝gel war wirklich nicht ohne ohne.

Insgesamt ist die Kulisse auf R├╝gen nahezu epischem Ausma├č der perfekte Ort f├╝r ein Spektakel wie das Saisonfinale der 1. Bundesliga. Denn auch die Schwimmstrecke war, vor allem f├╝r Zuschauer, sehr sehr gut. In Binz wurde bei 19,6┬░C parallel zur Seebr├╝cke geschwommen und das komplette Schwimmen konnte so hautnah beobachtet werden. Na ja, je nachdem, ob und wie schnell genug man nebenher laufen kann­čśë­čśé.
Au├čerdem bot die zuschauerfreundliche Laufstrecke, die entlang des Strandes und jedes Mal wieder durch die Wechselzone verlief, eine tolle Kulisse f├╝r das ein oder andere Battle.

Kommen wir aber nun zum Start selber.
Nach dem alt bekannten Line-Up befand wir uns ganz links, nicht am optimalsten aber am pr├╝gelfernsten Platz. Der Neo soll ja auch heile bleiben!

Die Bundesliga-Musik l├Ąuft, der Startschuss f├Ąllt und jegliche Anspannung weicht aus dem K├Ârper: Der Fokus geht voll auf das Rennen. Vielleicht aber auch zu sehr, so wie bei mir­čśé. Denn nach so ca. 20m ging es im Wasser etwas runter und ich fing an mit Delphin-Spr├╝ngen, musste dann aber noch einmal ├╝ber eine ├╝bersp├╝lte Sandbank laufen. Dadurch hab ich ein wenig Zeit verschenkt, war aber auch nicht der einzig. Danach aber lief alles mega gut. Ich hatte richtig gute Arme. Mit dem Neo zu schwimmen liegt mir anscheinend und ich konnte das Wasser als 8ter verlassen. Ja, als 8ter­čśâ. Mein Teamleiter Kai hat nachher zu mir gesagt, man h├Ątte mir angesehen, wie erstaunt ich selbst dar├╝ber war­čÖł. Ich war knapp hinter der Spitzengruppe aus sechs Leuten und kurz vor der ersten gro├čen Verfolgerradgruppe auf dem Bike und konnte den H├╝gel zu Beginn ruhig angehen. Der Gruppe gelang es dann leider nicht die F├╝hrungsgruppe einzuholen, auch wenn wir zwischenzeitlich sehr knapp dran waren. Zu Beginn der dritten Runde kam dann auch noch die dritte Gruppe dazu. Das erm├Âglichte zumindest, f├╝rs Laufen einige Reserven zu sparen.
Die letzte halbe Runde wurde dann wieder ordentlich geballert. Im Gegensatz zu den anderen Bundesligarennen konnte ich mich auf  weiter vorne orientieren.  
Ich erreichte meinen Wechselplatz in der Mitte der Radgruppe. Ein schneller Wechsel verhalf mir noch ein paar Pl├Ątze weiter nach vorne. Als ca. 30igster ging ich dann auf die Laufstrecke. Schon da hatte ich das Gef├╝hl, dass das das mit Abstand mein bestes Bundesligarennen in dieser Saison werden k├Ânnte. Ich konzentrierte mich darauf schnell anzulaufen um nicht wie sonst immer am Anfang wertvolle Pl├Ątze zu verlieren und schaffte es auch mehr oder weniger recht gut. Zwar lief die erste Runde nicht genauso gut wie die drei folgenden, aber ich "sufferte" nicht so sehr wie sonst­č嬭čÖä. Ich befand mich zu Beginn noch hinter meinen Teamkollegen Cedric und Robin (Jonas war bereits deutlich vorne) und konnte mich an sie heran arbeitete. Erst ├╝berholte ich Robin, der dann aber leider nicht dran blieb, in der zweiten Runde und konnte weiter zu Cedric auflaufen. Als ich ihn dann in der Mitte der dritten Runde ├╝berholte, blieb er dran und hielt das Tempo. So liefen wir im Doppelpack bis zur letzten halben Runde noch einige Pl├Ątze gut. Vor uns war einer aus dem anderen Aufsteigerteam, Team Nikar Heidelberg, mit denen wir uns ein Battle lieferten und ich versuchte noch einmal alles um ihn einzuholen. Ich schaffte es leider nicht und kam erst hinter ihm ins Ziel. Aber letztendlich war es gar nicht mehr so wichtig. Ich erreicht das Ziel als 24igster und zusammen mit den Platzierungen von Jonas (10), Cedric (25), Robin (44) und Eric (58) holten wir uns in der Tageswertung den 5ten Platz und schafften es, in der Gesamttabelle noch auf Platz 9 vorzur├╝cken. Jetzt liegen wir in der Tabelle direkt vor den anderen M├╝nsteranern von TriFinish M├╝nster und auch vorm Team Nikar Heidelberg­čśç­čśë. Es gab also einiges zu Feiern bei der gro├čen After Race Party­čśë. Aber was da so abging wird nicht geleakt­čśç.
Alleine der Wettkampf mit Platz 24 f├╝r mich und im Team Platz 5 war ein voller Erfolg. Aber dann als Aufsteigerteam noch Platz 9 in der Gesamtwertung zu erreichen ist grandios. Somit lasse ich die Bundesligasaison jetzt zufrieden hinter mir und schaue der lang ersehnten Saisonpause entgegen. Doch bevor es soweit ist und man sich mal vom Sport so richtig erholen kann, steht noch mein erster internationaler Start in Jersey auf dem Programm. Ich freue mich schon darauf, die internationale Konkurrenz n├Ąher kennen zu lernen und mich in einem etwas anderen Rennformat zu beweisen.

Bis dahin
Euer Paul­čĹő­čĆ╗┬á